Am Anfang steht der Satz

 

Und so sitze ich nun wieder vor meiner Tastatur, gebe die Worte ein, die mir so spontan einfallen und weiß noch nicht genau, was ich schrei­ben will. Das ist oft so.

Dieses Bild sehe ich vor mir, das mich immer wieder auffordert, es zu skizzieren, sichtbar zu machen. Es drängt hinaus, will lebendig wer­den und fordert meinen Versuch, ihm Leben einzuhauchen.  Le­ben, wie ich es mir vorstelle.

Szenisch ist es, fast schon filmreif, aber noch nicht beschrieben. Noch nicht existent für den schemenhaft vor mir auftauchenden Le­ser, der nur darauf wartet, Filme zu sehen, Kopfkino zu erleben.

Die Länge des Textes ist egal, einfach fließen lassen. Ich habe keine Ah­nung, wie es endet. Bilder führen selbst.

Worte sind es, die ich brauche. Manchmal fliegen sie mir zu, manch­mal weigern sie sich zu mir zu kommen, mich zu inspirieren. Ich schaf­fe ein Gewand, ich schaffe spürbare Sicht. Nur nicht nach­den­ken, einfach drauf los schreiben, kommen lassen. Zeit ist mor­gen, über­morgen. Jetzt ist jetzt.

Es klackert leise auf der Tastatur. Früher klackerte die Schreibma­schine laut in den Ohren: Musik des Autors.

Weißes, unbeschriebe­nes Papier damals, fordernd und bereit, meine Lip­pen zu sein und sei es auch nur als Alibi für zurückgehaltene Spra­che.

Auf ein Neues. So fängt es immer an.  Am Anfang steht der Satz.