Wenn ich die Worte hätt’

 

Wenn ich die Worte hätt’,

dich zu berühren,

würd’ ich in Samt sie kleiden.

Ließ mich von ihrem Klange führen,

und zaubergleich

zu deiner Herzensliebe leiten.

 

Wenn ich die Worte hätt’,

dich zu berühren,

würd’ ich mit Bedacht sie geben.

Würd’ ihre Anmut in mir spüren

und zärtlich dir

ein Netz voll Liebe weben.

 

Wenn ich die Worte hätt’,

dich zu berühren,

würd’ sprengen ich die stumme Wand.

Würd’ freudig öffnen all die Türen

für dich und für der Liebe Band.

 

Doch sind die Worte mir entglitten,

weil ich den Mut nicht fand.

Ängstlich, still zurückgeschritten

doch stets den Blick dir zugewandt.

 

So muss ich wohl dein Herz berühren

durch meiner Augen Zauberkraft.

Soll dich ihr Strahlen sicher führen

durchs Feuer, das in mir entfacht.

 

Magst du lebendig, kraftvoll und mit Mut

mit mir nun dieses Feuer schüren,

bedarf’s der Worte nicht, nur der Glut,

und Herzen dürfen sich berühren.

 

(c) rh

 

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